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Land und Leute

Brasilien hat heute geschätzte 185,7 Millionen Einwohner

Bevor die Portugiesen Brasilien entdeckten, war das Land die Heimat von über 4  Mio. Ureinwohnern. Sie werden in zwei relativ unterschiedliche Gruppen  eingeteilt. Die weniger starke Gruppe der Paläo-Amerikaner, in vieler Hinsicht den  Nordamerikanischen Prärieindianern ähnlich, besetzte die kühleren und  trockeneren Landstriche. Sie lebte hauptsächlich vom Jagen und Sammeln. Die  Urwaldstämme siedelten in den Dschungeln Amazoniens und an der Atlantikküste.  Sie lebten in Dörfern von nicht weniger als 3.000 Einwohnern, waren  ausgezeichnete Fischer und Farmer, die auch Hängematten, Kanus und Balsaflöße  herstellten sowie Blasrohre zum Jagen und Kämpfen sowie exquisite Töpferwaren.  Ihr Grundnahrungsmittel hieß Cassava oder Maniok, immer noch ein wichtiger  Bestandteil der brasilianischen Küche.  Da sie das zugänglichste und fruchtbarste Land besetzt hatten, stießen die  Urwaldindianer als erste mit den frühen europäischen Siedlern zusammen. Bald  waren sie durch Krieg, Krankheiten und Versklavung ausgerottet. Die isolierten,  kriegerischeren Paläo-Amerikaner überlebten mehrere Jahrhunderte länger. Heute  findet man noch ein paar wenige Gruppen in den entlegenen Teilen Amazoniens.  Obwohl die Indianer fast vollständig aus Brasilien verschwunden sind, haben viele  Brasilianer, vor allem die im Landesinneren, noch etwas indianisches Blut.  Die Portugiesen fanden bald heraus, dass die Indianer schlechte und unwillige  Sklaven waren. Daher importierten sie ab 1538 Afrikaner für die Arbeit auf den  Zuckerplantagen an der Küste. Später wurden diese Sklaven in die Gold- und  Silberminen in Minas Gerais und zu den Kaffeepflanzungen in den Hochländern von  Rio de Janeiro gebracht. 1822, mit Abschaffung des Sklavenhandels, lebten etwa 4  Mio. Afrikaner in Brasilien - zufällig in etwa die selbe Anzahl wie die der Indianer,  die früher das Land bewohnten. Heute besteht die brasilianische Bevölkerung aus  54 % Weißen 5,4 % Schwarzen und 39.9 % Mulatten sowie etwa 0,6 % Gelb und  Indigen. Im 19. Jahrhundert kamen immer wieder kleine Gruppen nicht-portugiesischer  Europäer nach Brasilien, doch erst nach der Sklavenbefreiung 1858 zog das Land  eine große Zahl europäischer Siedler an. In der Folgezeit bis zum Ersten Weltkrieg  wanderten jedes Jahr nicht weniger als 200.000 Menschen ins Land ein. Etwa die  Hälfte stammte aus Süditalien, diese Einwanderer gingen zum größten Teil auf die  neu eröffneten Kaffeepflanzungen von São Paulo. Nach dem Krieg nahm die  Einwanderung, vor allem aus Deutschland, Osteuropa und Japan, wieder zu. Dann  folgten die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre, der Zweite Weltkrieg und ein  Quotensystem, wodurch die Zahl der Einwanderer weiter beschränkt wurde. Nach  einem kurzen Wiederaufleben nach dem Zweiten Weltkrieg ging der Zustrom an  Einwanderern wieder zurück.
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Brasilien hat heute

geschätzte 185,7 Millionen

Einwohner

Bevor die Portugiesen Brasilien entdeckten,  war das Land die Heimat von über 4 Mio.  Ureinwohnern. Sie werden in zwei relativ  unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Die  weniger starke Gruppe der Paläo-Amerikaner,  in vieler Hinsicht den Nordamerikanischen  Prärieindianern ähnlich, besetzte die kühleren  und trockeneren Landstriche. Sie lebte  hauptsächlich vom Jagen und Sammeln. Die  Urwaldstämme siedelten in den Dschungeln  Amazoniens und an der Atlantikküste. Sie  lebten in Dörfern von nicht weniger als 3.000  Einwohnern, waren ausgezeichnete Fischer und Farmer, die auch Hängematten, Kanus und  Balsaflöße herstellten sowie Blasrohre zum  Jagen und Kämpfen sowie exquisite  Töpferwaren. Ihr Grundnahrungsmittel hieß  Cassava oder Maniok, immer noch ein wichtiger  Bestandteil der brasilianischen Küche.  Da sie das zugänglichste und fruchtbarste Land  besetzt hatten, stießen die Urwaldindianer als  erste mit den frühen europäischen Siedlern  zusammen. Bald waren sie durch Krieg,  Krankheiten und Versklavung ausgerottet. Die  isolierten, kriegerischeren Paläo-Amerikaner  überlebten mehrere Jahrhunderte länger.  Heute findet man noch ein paar wenige  Gruppen in den entlegenen Teilen Amazoniens.  Obwohl die Indianer fast vollständig aus  Brasilien verschwunden sind, haben viele  Brasilianer, vor allem die im Landesinneren,  noch etwas indianisches Blut. Die Portugiesen fanden bald heraus, dass die  Indianer schlechte und unwillige Sklaven  waren. Daher importierten sie ab 1538  Afrikaner für die Arbeit auf den  Zuckerplantagen an der Küste. Später wurden  diese Sklaven in die Gold- und Silberminen in  Minas Gerais und zu den Kaffeepflanzungen in  den Hochländern von Rio de Janeiro gebracht.  1822, mit Abschaffung des Sklavenhandels,  lebten etwa 4 Mio. Afrikaner in Brasilien -  zufällig in etwa die selbe Anzahl wie die der  Indianer, die früher das Land bewohnten.  Heute besteht die brasilianische Bevölkerung  aus 54 % Weißen 5,4 % Schwarzen und 39.9 %  Mulatten sowie etwa 0,6 % Gelb und Indigen. Im 19. Jahrhundert kamen immer wieder kleine  Gruppen nicht-portugiesischer Europäer nach  Brasilien, doch erst nach der Sklavenbefreiung  1858 zog das Land eine große Zahl europäischer  Siedler an. In der Folgezeit bis zum Ersten  Weltkrieg wanderten jedes Jahr nicht weniger  als 200.000 Menschen ins Land ein. Etwa die  Hälfte stammte aus Süditalien, diese  Einwanderer gingen zum größten Teil auf die  neu eröffneten Kaffeepflanzungen von São  Paulo. Nach dem Krieg nahm die  Einwanderung, vor allem aus Deutschland,  Osteuropa und Japan, wieder zu. Dann folgten  die Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre, der  Zweite Weltkrieg und ein Quotensystem,  wodurch die Zahl der Einwanderer weiter  beschränkt wurde. Nach einem kurzen  Wiederaufleben nach dem Zweiten Weltkrieg  ging der Zustrom an Einwanderern wieder  zurück.
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